Schülerinnen und Schüler lernen in maroden Schulen, gleichzeitig werden Jugendzentren geschlossen. Im Haushalt sucht man vergeblich nach den Milliarden, die diese Missstände beheben sollen. Die Bundesregierung investiert nicht in die Zukunft der jungen Menschen, stattdessen will sie sie mit der neu eingeführten verpflichtenden Erfassung künftig zum Dienst an der Waffe zwingen“, so Aaron Valent, für Die Linke im Bundestag, zu den am Donnerstag stattfindenden bundesweiten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht. Valent weiter:

„Junge Menschen dürfen nicht zum Töten gezwungen werden. Diesen massiven Eingriff in das Leben der Betroffenen lehnt Die Linke ab und setzt sich darum auf Bundesebene für die vollstän-dige Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz ein. Ich fordere von der Bundesregierung, dass sie auf Investitionen in Bildung, ein bezahlbares Leben und auf verstärkte Bemühungen für Diplomatie setzt. Denn die meisten Menschen haben von Aufrüstung und Krieg nichts Positives zu erwarten. Es profitieren vor allem die, die in den Chefetagen der Rüstungskonzerne sitzen. Für ihre Gewinnmargen darf jungen Menschen nicht ihre Selbstbestimmung genommen werden. Im Kern geht es um deren ureigenstes Interesse: ihr selbstbestimmtes Leben. Wir stellen uns klar gegen den Zwang zum Töten und gegen eine Normalisierung von Gewalt in unserer Gesellschaft. Daher stehen wir an der Seite der jungen Menschen, die sich gegen die Wehrpflicht stellen. In meinem Wahlkreis Würzburg beginnt der Schulstreik um 8:30 am QR-Code-Platz.“

Die Eltern und Lehrkräfte der streikenden Schüler*innen bitten wir um Verständnis und Nach-sicht: junge Menschen, die sich für Ihre Zukunft einsetzen, halten wir für unterstützenswert, selbst wenn das unter Umständen Sanktionen von Schulseite nach sich zieht. Eine Stunde Nachsitzen oder ein Verweis steht in keiner Relation zu einem verlorenen oder genommenen Leben im erzwungenen Kriegsdienst.