Der dritte Schulstreik gegen die Wehrpflicht fand in Würzburg statt. Am heutigen Freitag gingen erneut zahlreiche junge Menschen auf die Straße, um gegen die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht und die fortschreitende Militarisierung zu demonstrieren. Ab 09:30 Uhr versammelten sich Schülerinnen und Schüler am Würzburger Residenzplatz zu einer zentralen Protestkundgebung mit anschließendem Demozug durch die Innenstadt.
Im Mittelpunkt des Protests stand die konsequente Ablehnung der Verteidigungspolitik der Bundesregierung unter Friedrich Merz. Die fortschreitenden Maßnahmen zur schrittweisen Reaktivierung der Wehrpflicht stoßen bei den Jugendlichen auf entschiedenen Widerstand. Die Demonstrierenden wehrten sich dagegen, dass die junge Generation für eine zunehmend militarisierte Außenpolitik hinhalten soll.
Unterstützung erhält der Protest erneut aus der Politik. Aaron Valent, Mitglied des Bundestages (Die Linke), spricht den streikenden Jugendlichen sein volles Vertrauen aus:
„Der anhaltende Einsatz der Schülerinnen und Schüler beeindruckt mich zutiefst. Sie lassen sich ihre Freiheit nicht schrittweise entziehen und machen deutlich: Aufrüstung ist kein Ersatz für Zukunfts- und Bildungsperspektiven! Ich stehe weiterhin fest an der Seite der Streikenden und unterstütze ihren mutigen Kampf für ihre eigene Zukunft, gegen die Militarisierung und die Wiedereinführung der Wehrpflicht.“
Abschließend konkretisiert Valent:
„Alle, die den Dienst an der Waffe nicht als Option ansehen, sollten sich dringend mit ihrer eigenen Kriegsdienstverweigerung auseinandersetzen.“